KULTURHISTORISCHES ERBE DER RIVIERA CRIKVENICA

Das kulturelle und historische Erbe der Riviera Crikvenica umfasst archäologische Stätten wie Lokvišće in Jadranovo, die Wasserquelle Polača , die zugleich als Denkmal traditioneller Baukunst interessant ist, sowie zahlreiche Kirchen und Kapellen.
Informationen dazu bietet Ihnen der folgende Abschnitt.

 

ARCHÄOLOGIE

Archäologische Fundstätte “Ad Turres” in Crikvenica
Archäologische Forschungen auf einem Gelände namens Igralište (Spielplatz) neben dem Fußballstadion in Crikvenica haben ergeben, dass Crikvenica in der Antike „Ad Turres“ hieß und dass die historische Entwicklung der Stadt schon mehr als 2000 Jahren zurückliegt! Bei den Untersuchungen wurde auch die lokale römische Keramikwerkstatt von Sextus Metilius Maximus freigelegt, in der Amphoren, Töpferware und Baukeramik hergestellt wurden. Wegen ihres hervorragenden Erhaltungszustandes ist diese Werkstatt in Kroatien einzigartig.

Lokvišće - ein Ort aus der Römerzeit

Die archäologische Fundstätte Lokvišće in Jadranovo ist das älteste Kulturdenkmal der Stadt. Die Bucht Lokvišće ist nicht nur eine archäologische Stätte sondern auch für ihren natürlichen Heilschlamm von hoher balneologischer Qualität bekannt. Die Balneologie (Lat. + Gr.) ist eine Wissenschaft, die sich mit den therapeutischen Eigenschaften von mineralischen Gewässern befasst.

ALLTAGSGESCHICHTE

Polača in Selce

Polača, so heißen die örtlichen Wasserquellen bei den Bauern aus dem Ort. Die letzte Polača, die in der Vergangenheit von den Frauen zum Waschen der Wäsche genutzt wurde, befindet sich unterhalb der St. Katharinenkirche.
Diese Polača ist ein interessantes Denkmal traditioneller Baukunst.
An der Mauer neben der Quelle befindet sich ein Mosaik, ein Werk des Malers Hajrudin Kujundžić, der eine Frau aus Selce in Volkstracht zeigt.
Die Wetterstation von Crikvenica

Seit ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1900 zeichnet die Wetterstation in Crikvenica die Temperatur und andere Wetterdaten auf. Die Station befindet sich im Stjepan-Radić-Park.

Thunfisch-Spähleiter ‚Tunera‘ in Jadranovo und Selce
Die Tunera ist ein Symbol für die Fischfangtradition dieser Gegend. Zu den wenigen erhaltenen Leitern in der Region Kvarner gehört die Tunera von Jadranovo. In Selce wurde nach langer Zeit eine neue Tunera aufgestellt.

Bronzestatue "Der Fischer"
„Der Fischer“ ist eine Statue des Bildhauers Zvonko Car, die sich im Hafen von Crikvenica befindet. Aufgestellt wurde sie zum Gedenken an die Fischfangtradition in der Gegend von Crikvenica.

KIRCHEN UND KAPELLEN IN DER GEGEND VON CRIKVENICA

Kirche Mariä Himmelfahrt in Crikvenica

Die Mariä Himmelfahrtskirche Verkündigung der Jungfrau Maria ist die älteste erhaltene Kirche in Crikvenica. Zusammen mit dem ehemaligen Paulinerkloster bildet die Kirche den historischen Altstadtkern.
Die Kirche, die im Jahr 1412 von Nikola IV. Frankopan gebaut wurde, beherbergt zahlreiche wertvolle Gemälde und Statuen.
Eines davon ist das Gemälde des hl. Simon, der einzige erhaltene Gegenstand aus der alten Pfarrkirche des hl. Simon und Judas Thaddäus, die bei einem Brand in Kotor im 18. Jahrhundert zerstört wurde.


Kirche des Hl. Antonius von Padua in Crikvenica

Die Kirche des Hl. Antonius von Padua wurde nach dem Entwurf des Architekten Stjepan Rovešnjak und des Bildhauers Zvonko Car gebaut. Der Grundstein für die Kirche wurde im Jahr 1934 gelegt, und 1939 wurde sie eingeweiht. Der imposante, 35 Meter hohe Glockenturm wurde kürzlich, im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts fertiggebaut.

Russisch-Orthodoxe Kirche in Crikvenica

Die Kirche wurde 1924 im architektonischen Stil der russischen Kirchen auf Initiative der Russen gebaut, die nach der Oktoberrevolution nach Crikvenica geflüchtet waren. Die Kirche ist dem heiligen Nikolaus gewidmet und neben ihr wurde ein Glockenturm gebaut. Renoviert wurde die Kirche in den 1980er, sie ist aber schon seit Jahren geschlossen.


Kirche der Hl. Helena in Dramalj

Die Kirche der Hl. Helena wurde an Stelle einer alter Kapelle in Dramalj gebaut. Als Dramalj im 18. Jahrhundert die Kaplanei der Pfarrei Belgrad war, wurde die Kirche im Barockstil renoviert und erweitert.
Im Jahr 1796 baute der berühmte Künstler Giuseppe Capovilla aus Rijeka den Marmoraltar für die Kirche. Die Pfarrei der Hl. Helena wurde 1809 gegründet, und das Pfarramt und die Kirche der Hl. Helena wurden nach 1812 gebaut. Der Innenraum der Kirche wurde im 19. Jahrhundert ausgestattet: die Kanzel wurde 1837 und der Hauptaltar in 1845 hinzugefügt.

Kirche des Hl. Apostels Jakobus in Jadranovo

Die Kirche des Hl. Apostels Jakobus wurde im romanischen Stil aus Stein gebaut. Sie ist in Ost-West-Richtung ausgerichtet, d.h. der Hauptaltar befindet sich im östlichen Teil der Kirche und die Vorderseite ist dem Westen zugewandt.
Die Kirche stammt aus dem 19. Jahrhundert. Die verfügbaren Dokumente und das Aussehen der Kirche deuten darauf hin, dass sie in mehreren Stufen gebaut wurde: Zuerst wurde die Kapelle des Hl. Jakobus der Einsiedler errichtet und im Jahr 1812 wurde das Kirchenschiff auf Initiative des Priesters Mate Balas hinzugefügt.

Pfarrkirche der Hl. Katharina in Selce

In der Pfarrkirche der Hl. Katharina befindet sich ein barockes Reliquiar mit Gegenständen, die dieser Heiligen gehörten. Die Kirche wurde im Jahr 1888 gebaut. Der Hauptaltar ist ein Werk des berühmten Künstlers Pietro Rizzi aus Rijeka und von dem Maler Giovanni Fumi aus Venedig stammt das Bildnis der Hl. Katharina, das sich oberhalb des Tabernakels befindet.

Kapelle der Hl. Katharina in Selce

Die Kapelle der Hl. Katharina befindet sich im lauschigen Grün einer kleinen Parkanlage. Sie stammt vermutlich aus der vorromanischen Zeit. Bereits im 15. Jahrhundert war die Kapelle sehr baufällig geworden, aber nach der Renovierung 1498 wurde sie vom Bischof von Modruš wieder besucht.

Kapelle des Hl. Joseph in Selce

Die Kapelle war ursprünglich die Apsis der zuvor erwähnten barocken einschiffigen Kirche der Hl. Katharina. Der Hauptaltar der Kapelle (früher der Hauptaltar der Kirche der Hl. Katharina) wurde von Jacopo Businello und Antonio Capovilla unter dem Einfluss venezianischer Künstler gebaut, die in dieser Gegend goldene Barockaltäre bauten.

 

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